Diese Lernstrategie richtet sich an Trader, die einen nachvollziehbaren Entscheidungsprozess suchen. Sie definiert Marktposition, Bestätigung und Ungültigkeit vor dem Einstieg; eine feste Trefferquote oder Rendite wird nicht versprochen.
So funktioniert die Strategie
Das Setup kombiniert 14-Perioden-RSI plus horizontale Support- und Resistance-Zonen. Ihr Vorteil ist die Selektivität: Ein Signal zählt nur, wenn Kurskontext und Bestätigung übereinstimmen. Behandeln Sie die Strategie als Checkliste, die getestet, dokumentiert und an den jeweiligen Broker angepasst wird – nicht als automatische Erfolgszusage.
Indikatoren, Märkte und Zeiteinheit
14-Perioden-RSI plus horizontale Support- und Resistance-Zonen.
Paare mit klaren Swing-Levels; unruhige Nachrichtenspitzen meiden.
M30, H1 oder H4; größere Zeiteinheiten reduzieren meist das Marktrauschen.
Zeiteinheiten sind Ausgangspunkte, keine Garantien. Kleinere Zeiteinheiten liefern mehr Signale, aber auch mehr Marktrauschen, stärkeren Spread-Einfluss und höhere Ausführungssensitivität. Prüfen Sie die Struktur der übergeordneten Zeiteinheit, bevor Sie ein Signal im kleineren Chart handeln.
Einstiegsregeln
BUY-Checkliste
- Der Kurs testet eine zuvor respektierte Support-Zone.
- Der RSI fällt unter oder nahe 30 und kreuzt anschließend wieder darüber – nicht allein wegen eines überverkauften Werts kaufen.
- Eine bullische Rejection oder ein höheres Tief bestätigt, dass die Verkäufer die Kontrolle verlieren.
SELL-Checkliste
- Der Kurs testet eine zuvor respektierte Resistance-Zone.
- Der RSI steigt über oder nahe 70 und kreuzt anschließend wieder darunter.
- Eine bärische Rejection oder ein tieferes Hoch bestätigt den Reversal-Versuch.
Warten Sie auf den Schluss der Bestätigungskerze. Ist der Kurs bereits so weit gelaufen, dass der geplante Stop kein angemessenes Chance-Risiko-Verhältnis mehr ermöglicht, lassen Sie den Trade aus.
Stop Loss und Take Profit
Stop Loss
Jenseits des Rejection-Swings und außerhalb der Support-/Resistance-Zone, nicht direkt auf der offensichtlichen Linie.
Take Profit
Erstes Ziel am Range-Mittelpunkt oder nächsten Gegenniveau; ein zweiter Teil kann die gegenüberliegende Begrenzung anvisieren, wenn die Struktur es unterstützt.
Berechnen Sie die Positionsgröße erst nach Festlegung des Stops. Erweitern Sie den Stop nach dem Einstieg nicht nur, um einen Verlust hinauszuzögern.
Risikomanagement
Legen Sie pro Trade eine feste Obergrenze für das Kontorisiko fest und reduzieren Sie die Positionsgröße bei größerem Stop-Abstand. Berücksichtigen Sie korrelierte Positionen gemeinsam. Definieren Sie maximale Tages- und Gesamtdrawdowns im Voraus und pausieren Sie, wenn Ausführung oder Marktbedingungen deutlich vom geprüften Plan abweichen.
Beispieltrade Schritt für Schritt
Der Chart zeigt ein illustratives Setup. Zuerst stimmt der Kontext, dann erzeugt die markierte Bestätigung den Entry. Der Stop liegt jenseits des Ungültigkeitspunkts, das Ziel dort, wo die Marktstruktur Raum bietet. Im realen Handel können Spread und Slippage Ausführung und Ergebnis verändern.
Wann dieses Setup ungeeignet ist
Starke einseitige Trends, in denen der RSI extrem bleiben kann; schwache Levels aus nur einer Berührung; sowie Einstiege vor Schluss der Bestätigungskerze.
So testen Sie die Strategie verantwortungsvoll
- Notieren Sie die Regeln als Checkliste, bevor Sie Ergebnisse betrachten.
- Markieren Sie historische Beispiele, ohne die Regeln nach jedem Verlust zu verändern.
- Berücksichtigen Sie Spread, Kommission und nicht ausgeführte Orders.
- Trennen Sie Entwicklungs- und Out-of-Sample-Zeiträume.
- Beobachten Sie die Regeln anschließend im Demokonto und protokollieren Sie jedes gültige Signal – auch ausgelassene Trades.
Es werden weder Trefferquote noch Monatsrendite oder eine angeblich „beste Strategie“ behauptet. Ergebnisse hängen von Markt, Kosten, Ausführung und Regeldisziplin ab.