Diese Lernstrategie richtet sich an Trader, die einen nachvollziehbaren Entscheidungsprozess suchen. Sie definiert Marktposition, Bestätigung und Ungültigkeit vor dem Einstieg; eine feste Trefferquote oder Rendite wird nicht versprochen.
So funktioniert die Strategie
Das Setup kombiniert Kursrange, optional ATR(14), Sitzungszeiten. Ihr Vorteil ist die Selektivität: Ein Signal zählt nur, wenn Kurskontext und Bestätigung übereinstimmen. Behandeln Sie die Strategie als Checkliste, die getestet, dokumentiert und an den jeweiligen Broker angepasst wird – nicht als automatische Erfolgszusage.
Indikatoren, Märkte und Zeiteinheit
Kursrange, optional ATR(14), Sitzungszeiten.
Paare, die vor der Londoner oder New Yorker Liquiditätsphase konsolidieren.
M15 bis H1 für Sitzungsranges; H4 für größere Strukturen.
Zeiteinheiten sind Ausgangspunkte, keine Garantien. Kleinere Zeiteinheiten liefern mehr Signale, aber auch mehr Marktrauschen, stärkeren Spread-Einfluss und höhere Ausführungssensitivität. Prüfen Sie die Struktur der übergeordneten Zeiteinheit, bevor Sie ein Signal im kleineren Chart handeln.
Einstiegsregeln
BUY-Checkliste
- Markieren Sie eine Range mit mindestens zwei klaren Reaktionen an Resistance und Support.
- Eine Kerze schließt mit Expansion über Resistance; ein Docht allein ist kein Breakout.
- Steigen Sie nach einem erfolgreichen Retest der alten Resistance als Support ein; einen Stop Entry nur mit geprüftem Momentum-Plan nutzen.
SELL-Checkliste
- Definieren Sie eine mehrfach bestätigte Range statt einer subjektiven Einzellinie.
- Eine Kerze schließt mit ausreichender Range-Ausweitung unter Support.
- Steigen Sie ein, nachdem der alte Support den Kurs als Resistance zurückweist oder Ihr validierter Fortsetzungs-Trigger auslöst.
Warten Sie auf den Schluss der Bestätigungskerze. Ist der Kurs bereits so weit gelaufen, dass der geplante Stop kein angemessenes Chance-Risiko-Verhältnis mehr ermöglicht, lassen Sie den Trade aus.
Stop Loss und Take Profit
Stop Loss
Innerhalb der alten Range jenseits des Retest-Swings. Wird die Positionsgröße durch diesen Abstand unpraktisch, lassen Sie den Trade aus, statt den Stop blind einzuengen.
Take Profit
Nutzen Sie die gemessene Range-Höhe, das nächste wichtige Level oder ein Risiko-Multiple; reduzieren Sie das Ziel, wenn ein nahes Level die Projektion begrenzt.
Berechnen Sie die Positionsgröße erst nach Festlegung des Stops. Erweitern Sie den Stop nach dem Einstieg nicht nur, um einen Verlust hinauszuzögern.
Risikomanagement
Legen Sie pro Trade eine feste Obergrenze für das Kontorisiko fest und reduzieren Sie die Positionsgröße bei größerem Stop-Abstand. Berücksichtigen Sie korrelierte Positionen gemeinsam. Definieren Sie maximale Tages- und Gesamtdrawdowns im Voraus und pausieren Sie, wenn Ausführung oder Marktbedingungen deutlich vom geprüften Plan abweichen.
Beispieltrade Schritt für Schritt
Der Chart zeigt ein illustratives Setup. Zuerst stimmt der Kontext, dann erzeugt die markierte Bestätigung den Entry. Der Stop liegt jenseits des Ungültigkeitspunkts, das Ziel dort, wo die Marktstruktur Raum bietet. Im realen Handel können Spread und Slippage Ausführung und Ergebnis verändern.
Wann dieses Setup ungeeignet ist
Dünne Liquidität, Spread-Ausweitung, ein Breakout direkt in eine Barriere der höheren Zeiteinheit und spätes Hinterherlaufen, wenn der Kurs den Großteil der Range-Projektion bereits zurückgelegt hat.
So testen Sie die Strategie verantwortungsvoll
- Notieren Sie die Regeln als Checkliste, bevor Sie Ergebnisse betrachten.
- Markieren Sie historische Beispiele, ohne die Regeln nach jedem Verlust zu verändern.
- Berücksichtigen Sie Spread, Kommission und nicht ausgeführte Orders.
- Trennen Sie Entwicklungs- und Out-of-Sample-Zeiträume.
- Beobachten Sie die Regeln anschließend im Demokonto und protokollieren Sie jedes gültige Signal – auch ausgelassene Trades.
Es werden weder Trefferquote noch Monatsrendite oder eine angeblich „beste Strategie“ behauptet. Ergebnisse hängen von Markt, Kosten, Ausführung und Regeldisziplin ab.