New York beginnt, während London noch aktiv ist, und schafft damit eines der liquidesten Forex-Fenster. Der Zeitraum kann den europäischen Impuls fortsetzen oder nach US-Daten umkehren. Fortsetzung und Umkehr müssen deshalb als getrennte Regelwerke behandelt werden.
Fortsetzung oder Umkehr vor dem Einstieg wählen
Eine Fortsetzung verlangt einen klaren London-Trend, kontrollierten Pullback und neues Momentum. Eine Umkehr braucht Erschöpfung oder einen Fehlausbruch an einem bedeutenden Tageslevel mit anschließendem Strukturwechsel. Eine verlorene Fortsetzung darf nicht nachträglich zur Umkehr erklärt werden.
London-Struktur vor New York einordnen
Markieren Sie London-Hoch, -Tief, Eröffnungsbereich, Tagesrange und H1-/H4-Zonen. Beurteilen Sie vorab, ob Europa Trend, Balance oder Erschöpfung erzeugt hat. Rechnen Sie das UTC-Fenster in Brokerzeit um und beachten Sie Wochen mit unterschiedlichen europäischen und US-Zeitumstellungen.
EURUSD, GBPUSD, USDJPY, USDCAD und liquide USD-Crosses.
M15/M30 mit H1-/H4-Kontext.
London-Struktur, US-Daten und Tagesmarken.
Einstiegsregeln
Bullische Fortsetzung
- London bildet höhere Hochs und Tiefs über einer relevanten Marke.
- Der Pullback hält über der gebrochenen Struktur.
- New York bestätigt durch bullischen Schluss oder getesteten Trigger.
- Bis zum nächsten Widerstand bleibt genügend Raum.
Umkehr nach Fehlausbruch
- London erreicht Widerstand oder eine ausgedehnte Tagesrange.
- Ein neues Hoch scheitert und schließt unter der Triggerzone.
- Tieferes Hoch oder Supportbruch bestätigt den Wechsel.
- Einstieg nach Bestätigung, nicht nur wegen Überdehnung.
Regeln für bärische Fortsetzung und bullische Umkehr spiegeln. Beide Modelle im Journal getrennt auswerten.
Stop Loss und Take Profit
Bei Fortsetzung liegt die Invalidation hinter dem Pullback-Swing oder unter dem zurückeroberten London-Level; bei Umkehr hinter dem gescheiterten Extrem. Ziele können London-Hoch/-Tief, Tageseröffnung oder nächste H1-/H4-Zone sein.
Späte Einstiege nach einem großen US-Impuls bieten häufig ein schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis. Den Trade auszulassen ist besser, als den Stop in normales Marktrauschen zu drücken.
US-Daten und Aktieneröffnung ausdrücklich regeln
Wichtige US- und kanadische Daten können Spreads ausweiten und schnelle Bewegungen in beide Richtungen auslösen. Vorab bestimmen, ob ausgesetzt, ein Schlusskurs abgewartet oder ein Retest verlangt wird. Auch die US-Kassamarkteröffnung kann die Risikostimmung ändern.
Bei News-Trading konservative Slippage ansetzen; bei Ausschluss ein reproduzierbares Zeitfenster definieren.
Risiko- und Portfoliokontrolle
Mehrere USD-Paare können dieselbe Wette ausdrücken. Drei kleine Positionen sind womöglich eine große Dollar-Exposition; daher als Portfolio dimensionieren.
Verantwortungsvoll testen
- Jeden Tag vor dem Ergebnis als Trend, Range oder Erschöpfung klassifizieren.
- Zeiten in UTC und saisonale Umrechnung speichern.
- Fortsetzung, Umkehr, News und normale Tage trennen.
- Kosten und nicht ausgeführte Orders einbeziehen.
- Unbekannte Monate und verschiedene Regime validieren.
- Im Forward-Test auch Tage ohne Trade erfassen.
Auch eine liquide Überschneidung kann Verluste, Fehlausbrüche oder kein Setup erzeugen. Der Inhalt dient der Weiterbildung.