Mit dem Start Londons nimmt die Liquidität häufig zu, doch der erste Stoß aus der Overnight-Range kann scheitern. Ein brauchbarer Plan legt Range, Bestätigung, Invalidation und maximalen Einstiegsabstand vor Beginn fest.
Welche Bewegung die Strategie sucht
Gesucht wird Expansion aus einer klaren Vor-London-Konsolidierung. Nicht jedes neue Hoch ist ein Kauf und nicht jedes Tief ein Verkauf. Der Breakout muss im getesteten Fenster schließen und vor der nächsten übergeordneten Barriere ausreichend Raum lassen.
Die Vor-London-Range konsequent definieren
Wählen Sie ein festes UTC-Fenster bis nahe der London-Eröffnung und verwenden Sie es in jedem Test. Die Umrechnung in Brokerzeit muss Sommerzeit berücksichtigen. Vergleichen Sie die Rangebreite mit dem ATR: Sehr breite Ranges können den Tagesimpuls bereits verbraucht haben, extrem enge sind anfällig für Rauschen.
EURUSD, GBPUSD, EURGBP und liquide EUR-/GBP-Crosses.
M15/M30 mit H1-/H4-Struktur.
Rangebreite, Spread, Nachrichten und Tagesmarken.
Einstiegsregeln
BUY-Checkliste
- Die Range ist objektiv und nicht ungewöhnlich breit.
- Eine Kerze schließt über der Oberkante; ein Docht genügt nicht.
- Der Spread liegt innerhalb des getesteten Limits.
- Einstieg am Schluss oder nach Retest gemäß einer festen Variante.
SELL-Checkliste
- Die Unterkante wurde vor dem aktiven Fenster markiert.
- Eine Kerze schließt mit Expansion darunter.
- Bis zum nächsten Support bleibt genügend Chance.
- Der maximale Einstiegsabstand ist nicht überschritten.
Stop-Orders können Zögern vermeiden, aber auch bei einem kurzen Spike auslösen. Spread und Slippage realistisch modellieren und Pending Orders nach Ablauf löschen.
Stop Loss und Take Profit
Die Invalidation liegt meist zurück in der Range hinter dem Retest-Swing oder bei enger Range auf der Gegenseite. Der Stop folgt der Setup-Logik, nicht einer beliebigen Pipzahl. Ziele können Rangehöhe, nächste Tagesmarke oder ein getestetes Risikomultiple nutzen.
Teilgewinn und Breakeven nur verwenden, wenn die Regeln in sämtlichen Tests enthalten sind. Ein zu früher Breakeven-Stop kann gültige Retests beenden.
Filter gegen Fehlausbrüche
Kein Filter verhindert jeden Fehlausbruch. Er legt fest, welche Verluste zum System gehören, und verhindert emotionale Wiedereinstiege.
Risikokontrollen
Lotgröße aus Stopdistanz und Equity bestimmen. Korrelierte EUR- und GBP-Positionen gemeinsam betrachten. Maximale Versuche, Sessionverlust und Löschzeit für Pending Orders vorab festlegen.
Schnelle Märkte können Fortsetzung und negative Slippage zugleich verstärken. Kleinere Lots sind oft sinnvoller als weitere Toleranzen.
Verantwortungsvoll testen
- Mehrere Volatilitätsregime einbeziehen.
- Range und Einstiegsfenster in UTC speichern.
- Variable Spreads, Kommission und Slippage modellieren.
- Close-, Retest- und Stop-Entry trennen.
- Out-of-Sample-Zeitraum unangetastet lassen.
- Mindestens eine saisonale Zeitumstellung vorwärts testen.
London-Breakouts können Serien von Verlusten erzeugen und garantieren weder tägliche Trades noch feste Renditen.