Eine Magic Number ist eine ganze Zahl, die ein Expert Advisor beim Eröffnen in einer MT4-Order speichert. Später durchsucht der EA offene und historische Orders, erkennt seine Kennung und entscheidet, welche Positionen er verwalten darf.
Aufgabe der Magic Number
Die Nummer macht Trades weder profitabel noch begrenzt sie den Drawdown oder lizenziert ein Konto. Sie dient der sauberen Trennung automatisierter Strategien und verhindert bei korrekter Programmierung, dass ein EA fremde Orders verändert.
Lotgröße, Stop Loss, Korrelation und maximaler Drawdown benötigen eigene Risikoregeln.
Orderablauf
Vergeben Sie für jede unabhängige Strategie eine eindeutige, dokumentierte Ganzzahl. Beim MT4-Neustart oder Umzug auf einen VPS bleibt sie unverändert. Ein Symbolsuffix verlangt allein keine neue Magic Number, eine eigene Strategieinstanz meistens schon. Ist der Wert vom Anbieter fest vorgegeben oder verborgen, respektieren Sie dieses Konzept.
Zuständigkeit festlegen
Lesen Sie zuerst die Herstelleranleitung. Manche EAs erwarten eine feste Kennung, Portfoliosysteme teilen sie dagegen bewusst über mehrere Charts.
Jede Zuordnung dokumentieren
Notieren Sie Terminal, Konto, EA, Symbol, Zeitrahmen und Magic Number in einer Tabelle.
Wert vor dem Start setzen
Tragen Sie die Nummer unter Inputs ein. Ein Setfile darf nicht ungeprüft eine bereits verwendete Kennung überschreiben.
Bei offenen Trades beibehalten
Ändern Sie die Kennung nicht, solange Positionen offen sind, außer der Entwickler beschreibt ein geeignetes Migrationsverfahren. Die neue Instanz erkennt den vorhandenen Orderkorb sonst möglicherweise nicht mehr.
Typische Konflikte
| Szenario | Empfohlene Zuordnung | Risiko bei Verwechslung |
|---|---|---|
| Ein EA auf einem Chart | Eine stabile Nummer für diese Instanz | Ein Wechsel bei offenen Trades kann Positionen verwaisen lassen |
| Derselbe EA auf zwei Paaren | Je Symbol eine Nummer, sofern nicht anders dokumentiert | Körbe können vermischt oder falsch geschlossen werden |
| Zwei verschiedene EAs | Eine eindeutige Kennung je EA | Beide Programme könnten dieselben Orders verwalten |
| Manuelle Trades | In der Regel Magic Number 0 | Ein EA mit Zugriff auf 0 könnte sie verändern |
Häufige Fehler
Sichere Einrichtung
Prüfen Sie vor der Vergabe den dokumentierten Zuordnungsbereich des EA. Manche Programme filtern nach Magic Number und Symbol; Portfolio-EAs können mehrere Symbole bewusst gemeinsam verwalten. Eine Kennung funktioniert nur, wenn der Code vor Änderung oder Schließung den vorgesehenen Bereich prüft.
Verwenden Sie Orderkommentare nicht als Sperre. Der Server kann Kommentare ändern, und Magic Number 0 wird häufig für manuelle Orders verwendet. Prüfen Sie das tatsächliche Magic-Feld mit einem vertrauenswürdigen Diagnoseskript oder Bericht, nicht nur den sichtbaren Kommentar.
Prüfung
Eine Magic Number sperrt kein anderes Terminal aus
Zwei Terminals am selben Konto können denselben Orderbestand lesen und bearbeiten. Eine gemeinsame Magic Number erzeugt keinen serverseitigen Mutex und bestimmt kein Terminal zum Eigentümer. Auch verschiedene Kennungen verhindern nicht, dass zwei Kopien bei demselben unabhängig erkannten Signal doppelte Strategiepositionen eröffnen.
Betreiben Sie eine vorgesehene Handelsinstanz je Installation, sofern der Entwickler keine koordinierte Nutzung ausdrücklich unterstützt. Behalten Sie beim VPS-Umzug die Kennungen offener Positionen bei, stoppen Sie die alte Instanz und prüfen Sie die Verwaltung durch die neue. Ändern Sie nicht die Kennung eines laufenden Korbs, um ein Problem mit einem doppelten Terminal zu lösen.
Die OrderSend-Referenz beschreibt magic als benutzerdefinierte Kennung und weist auf mögliche serverseitige Änderungen am Kommentarende hin.
Die Orderzuordnung vor dem gemeinsamen Betrieb prüfen
Angenommen, der Anbieter unterstützt ausdrücklich zwei unabhängige Demo-Instanzen mit den Kennungen 11401 und 11402. Dokumentieren Sie Konto, Brokerserver, EA-Version, genaue Symbole und Zeitrahmen. Erzeugt ein reguläres Testsignal eine Order, prüfen Sie deren tatsächliches Magic-Feld und Symbol. Jede Instanz soll nur Orders ihres dokumentierten Zuständigkeitsbereichs erkennen, auch nach einem Neustart. Unterschiedliche Nummern beweisen allein keine korrekte Filterung im Code.
Wird eine fremde Position verändert oder ein bestehender Basket nicht erkannt, fügen Sie kein neues Risiko hinzu und sichern Sie die Belege. Ändern Sie Kennungen offener Positionen nicht versuchsweise. Ein koordiniert arbeitender Portfolio-EA kann bewusst ein anderes Zuordnungsmodell nutzen; dessen Anleitung hat Vorrang vor diesem Beispiel unabhängiger Instanzen.
Nutzen Sie beim Umzug die Prüfungen für VPS-Wiederherstellung und Übergabe und beurteilen Sie das gesamte Portfoliorisiko getrennt. Korrekte Orderzuordnung verhindert operative Verwechslungen, macht korrelierte Strategien aber weder unabhängig noch begrenzt sie deren Marktverluste.